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Neue Batteriebank zur Energieversorung

Den ganzen Winter über habe ich mir überlegt, wie ich die Energieversorgung verbessern kann.
Ziel: Möglichst lange ohne Landstrom auskommen (wir ankern sehr viel).

Eine größere Batteriebank musste also her und entsprechende Lademöglichkeiten.
Als Batteriebank habe ich 5 Lifeline Batterien mit je 125 AH parallel geschaltet. Die Verkabelung erfolgte mit 50 mm2 verzinntem Kabel, um Leistungsverluste so gering wie möglich zu halten, da die Batterien nicht alle nebeneinander Platz haben.

Warum Lifeline?
Sucht man nach Versorgerbatterien und vergleicht die Spezifikationen, so triff man zunächst auf den Begriff „zyklenfest“. Das klingt schon mal gut. Dahinter verbirgt sich allerdings nur das Prinzip Hoffnung – hoffentlich kauft der Kunde nun die Batterie. Tatsächlich ist eher interessant, wie viele Zyklen eine Batterie Lt. Spezifikation bei einer bestimmten Entladetiefe tatsächlich unbeschadet verträgt, bzw. der Hersteller die volle Kapazität verspricht. Die meisten bzw. durchschnittlichen Batterien vertragen 300 – 500 Ladezyklen bei 50% Entladetiefe. Einer 100 AH Batterie kann man also über die gesamte Lebensdauer nach folgender zugegeben recht primitiven Formel Strom entnehmen: Gesamt-AH-Leistung = Ladezyklen * AH der Batterie * 50%). Nehmen wir mal eine 100 AH-Batterie * 50% * 300 Zyklen = 15.000 AH. Klingt erst einmal viel. Würde man der Batterie täglich (z.B. auf Langfahrt) 70 AH entnehmen, würde sie gerade mal 217 Tage halten, bevor die Leistung rapide einbricht. Hinzu kommt, dass, je höher die Entladetiefe ist, die Batterie um so schneller altert, da die Kurve (Entladung/Zyklen) nicht Linear verläuft.
Zusätzlich kommt hinzu, dass bei hoher Stromentnahme über einen kurzen Zeitraum die Kapazität der Batterie abnimmt (ist in der Spezifikation angegeben).
Das ist natürlich eine extreme Betrachtung, verdeutlicht aber, worauf es bei der Batterieauswahl ankommt und jeder mag sich nun die Kosten einer AH je Batterie über die Lebensdauer selbst ausrechnen ;-) Wenn der Stromverbrauch an Bord groß ist und die Batterien nur bis max 50% entladen werden dürfen, wird die Bank recht groß, bzw. die Bank altert sehr schnell.

Sucht man z.B. nach Traktionsbatterien, findet man schon eher das Passende: 500 – 750 Ladezyklen bei 50% Entladetiefe. Beispiel: „EXIDE Sonnenschein GF 12 105 V“. Da ist man bei einer 125 AH Batterie aber auch schon leicht bei über 400 €/Stück und die Abmessungen sind ungewöhlich (deutlich höher als normale Batterien).

Die Lifeline GPL-31XT 125 AH (C20) verträgt laut Spezifikation 1.000 Zyklen bei 50%. Sie verträgt laut Spezifikation auch die ein oder andere Tiefentladung unbeschadet. Schont man die Batterie, schafft sie 1.500 Zyklen und mehr bei 35%-40% Entladetiefe. Die Batterien haben Standardmaße. Allerdings kosten die Batterien auch deutlich über 550,- €.

Ich bin eher durch Zufall auf diese Batterie gestoßen. Als ich mich bei Solarlink über Solarzellen informiert hatte, fragte mich der pfiffige Verkäufer, wohin ich den mit der ganzen Energie der Solarzellen hinwollte. Ich erwähnte die „EXIDE Sonnenschein GF 12 105 V“. Er informierte mich dann über die Lifeline Batterie. Unterm Strich laut Spezifikation genau das was ich wollte – nur zu teuer, was ich dem Mitarbeiter bei Solarlink auch deutlich gemacht habe.
Daraufhin macht er mir ein Komplettangebot mit Solarzellen, Reglern, Batterien, Kabel usw. usw., bei dem die Batterie unterm Strich umgerechnet 430 € gekostet hat (wie die EXIDE Sonnenschein GF 12 105 V). Da konnte ich nicht Nein sagen.

Die Beratung bei Solarlink war ausgesprochen gut. Informationen wurden per Telefon und eMail auch über einen längeren Zeitraum gerne und konstruktiv ausgetauscht. So konnte ich alle Angaben verifizieren und mir bei der Entscheidung die nötige Zeit nehmen.

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